Auf was ich besonders achte

Es gibt ein paar Merkmale für gute Texte. Ich glaube, es sind genau fünf. Ich nenne sie die ω Großen Fünf. Werden Sie neugierig? Dann mal los …

  1. Die Sauberkeit des Manuskripts. Klar, dass Sie mir nicht im digitalen Verkehr Ihr Buch mit Kaffee- und Fettflecken schicken und seitenmäßig völlig außer Rand und Band. Ich meine die Ordnung im Manuskript selbst.
  2. Inquits. Das sind die Zitat-Abgänge. Sie wollen ein Beispiel? „Ich gehe jetzt zur Arbeit“, läutete er das Ende des familiären Frühstücks aus Butter, Brot und schmaler Kost ein. Bei derlei Konstruktionen biegen sich des Lektors Fußnägel.
  3. Lange Sätze. Was ist ein langer Satz? Ein langer Satz ist einer, bei dem Sie es an Disziplin haben mangeln lassen. Überdies ignorieren Sie (a) die Wissenschaft und – viel schlimmer – (b) den Leser.
  4. Übersteigerter Ausdruck. Sie betonen alles noch mal und – noch mal. Sie meinen, es sei ein Zeichen sprachlich ausgefeilten Ausdrucks, wenn Sie Relativsätze mit welcher / welche /welches einläuten. Ein Graus für alle Lektoren.
  5. Der Einstieg. Nichts ist schlimmer als ein vermurkster Einstieg. Dort, auf den ersten fünf Seiten, entscheiden sich Erfolg und Misserfolg Ihres Buch.

Das geht alles ein wenig schnell, ich weiß. Wenn Sie zu einzelnen Punkten mehr wissen wollen, klicken Sie ω auf diese Seite auf worttaten.de. Ich habe diese Punkte dort ausführlich erläutert und mit Beispielen belegt. Finden Sie auch als Einzelstücke auch unter Auffälliges Nulleins bis Auffälliges Nullfünf auch unter Neues, geschrieben im August 2017.