Um was es geht. Kurz vor Weihnachten – es ist eisekalt in Dänemark – werden drei Leichen in einem Fischteich gefunden, Vater, Mutter und jugendliche Tochter. Todesursache: uneinheitlich. Stimmung im Team: mies. Keiner will den Fall klären. Das Fest steckt allen in Kopf und Terminkalender.

Die Protaginistin. Rikke Mølgaard, nur echt mit den durchstrichenen O, ist eine verbissene Ermittlerin. An ihrer Seite ein Kollege, der ein Auge auf sie geworden – und ein Geheimnis hat. Rikkes Kinder spielen eine große Rolle. Ihr Privatleben ist ebenso wichtig wie die Ermittlungen. Hey, wie ist es bei drei Kindern zuhause bei Rikke? Unaufgeräumt, herrlich! Und Sumpf, ja Sumpf spielt eine Rolle. Der Sumpf dieser Gesellschaft, der Bodensatz.

Die Schreibe. Kristina Winter – das darf ich einfach so behaupten – ist jene Autorin aus meinem Beritt, die am wenigsten schnörkelt. Ihre Sprache ist direkt, sie kommt auf den Punkt. Schwafeln ist nicht ihr Ding. ω Winter beschreibt Situationen und mit ihrer Art der Beschreibung treten Bilder im Kopf des Leser auf. In diesem Werk überlagert alles: Kälte. Klar, wir haben Winter (dieser Wortwitz musste sein, Kristina), heimelig fühlt man der Leser sich eigentlich nur, wenn Rikke mit ihren Kindern zuhause ist. Draußen herrschen Kälte – und der Abgrund.

Die beste Szene ist eine Nebenszene. Eine überaus unfreundliche Pathologin, eiskalt, zickig. Sie mag Rikke überhaupt nicht. Sie ist schnippisch – irgendein Frauending, wohl. Das gilt, wenn die Pathologin nüchtern ist. Einmal trifft Rikke die Pathologin in einer Bar …

Warum Sie das Buch lesen sollte. Weil es gut konstruiert ist, schnell geschrieben, auf den Punkt gebracht. Wenn Sie skandinavische Krimis mögen, sollten Sie zugreifen – das Bild, das Titelbild ist klickbar.