Screenshot 2016-07-12 09.56.18Ich habe in den letzten Wochen ein Buch bearbeitet, das so gar nicht in irgendein Schema passt: Die Erinnerungen eines Kapitäns eines Containerschiffs, nein, es ist nicht die MS Bizet vom Bildchen; die steht hier nur sinnbildlich im Wortsinne, weil das Bildchen über Wikipedia frei zu erhalten war. Meines Kapitäns Schiffe waren und sind auch ein wenig größer als die MS Bizet. Wer Riesen mit 8.000 Container über die Weltmeere bringt, hat etwas zu erzählen. Und – ich bleibe jetzt mal beim Possessivpronomen – mein Kapitän kann auch erzählen. Heißa, welch eine Freude! Sie benötigen etwas für Ihre Fantasie? Gut, 300 Meter Länge, Ausmaße, wie Sie sie hier sehen.

Was der Herr zu erzählen hat? Nun, was passiert bei einem Piratenangriff im Golf von Aden? Wie geschult sind die Lotsen in den Welthäfen wirklich? Was hat die Lufthansa mit einem Kapitän zu tun? Wie füllt man 94 Seiten irgendeiner Erklärung in einem südamerikanischen Hafen aus? Was passiert, wenn das Schiff im Panama-Kanal (wahlweise: Suez) einen Teil seines Geistes (wahlweise: Maschine) aufgibt? Und was hat das alles mit einer weltbekannten Zigarettenmarke zu tun? Sollte der Bordingenieur schlauer sein als die Ingenieure, die das Handbuch zur Maschine verfasst haben? Sind eigentlich alle Seemänner ständig betrunken?

Sie sehen schon: Wenn einer einer Reise tut … Das Feine an diesem Buch ist, dass mein Kapitän wirklich ein Talent hat, die Dinge unterhaltsam zu erzählen. Unterhaltsam und spannend. Eine klare Empfehlung.

Sie wollen das Buch sofort kaufen? Gemach! Mein Kapitän hat gerade die erste Bearbeitung vor sich. Die nimmt er mit auf seine nächste Reise. Und die dauert. Vor Ende des Jahres geht da gar nichts. Aber denken Sie doch jetzt schon mal an den Gabentisch … Ich werde Sie daran erinnern!